Und täglich grüsst der Feldpöstler

Soldat Simon Hungerbühler bei seiner täglichen Arbeit als Feldpöstler. Er war unter Anderem Zuständig für das Spitalbataillon 5

Was arbeitest du im Zivilen und was ist deine jetzige Funktion im Militär?
Im Zivilen bin ich Landwirt mit eigenem Betrieb. Ich befinde mich momentan in der RS und bin Feldpöstler.

In wie fern ist der Corona 20 Einsatz für dich speziell?
Das speziellste war natürlich, dass wir am Anfang für einige Wochen nicht nach Hause durften. Auf meine Arbeit im Militär bezogen gab es viel mehr Pakete als sonst. In sechs Wochen hatten wir fast so viele Pakete wie in einem Jahr.

Was ist dein Highlight bis jetzt und wo war dein Tiefpunkt?
Ich habe die Auszeichnung zum besten Rekruten der Kaserne Emmen erhalten, darauf bin ich schon ein bischen stolz. Der Tiefpunkt war sicher die Zeit in der wir nicht nach Hause konnten, und unsere Familie und Freunde nicht sehen konnten.

Gibt es Dinge, die du aus dem Einsatz mit in das zivile Leben nehmen kannst?
Mein Respekt von den Postboten ist sicher gestiegen, es erfordert viel kraft und disziplin die Pakete und Briefe rechtzeitig und zuverlässig auszutragen, besonders in diesen Zeiten. Auch nehme ich Wissen in der Planung und im Zeitmanagement mit, das ich auch auf dem eigenen Landwirtschaftsbetrieb einsetzen kann.

Welche Geschichte dieses Einsatzes erzählst du später deinen Enkelkindern?
Das es im allgemeinen eine interessante Zeit war und ich viele neue Leute kennengelernt habe. Der ganze Einsatz war und ist eine spezielle Erfahrung.