Start-uper aus der Komm-Zelle

Séverin Trachsel ist im zivilen Alltag eines von 5 Mitgliedern des jungen Zuger Startup ReStory. Gemeinsam möchten Sie mit der Entwicklung einer App für eine mühelose Restaurantsuche sorgen um Fragen wie, «wo wollen wir essen?» oder «nein da waren wir erst» ein Ende zu setzten. Das Gründungsteam des Startups bestand aus vier Freunden, alle mit verschiedenen Hintergründen in den Bereichen Informatik, Design und Recht. Im September dieses Jahres ist Séverin dazu gestossen und hat das Marketing unter seinen Hut genommen. 

ReStory erinnert optisch diejenigen von Instagram und Zalando, ist jedoch auf Restaurants ausgelegt. «Wir kombinieren das Beste von herkömmlichen Plattformen wie Social Media, Tripadvisor und der Webseiten der Restaurants», erklärt Séverin. Mit ihrer App wird man weder einzelne Webseiten für jedes Restaurant in der Nähe öffnen noch ihre Menükarten als PDF herunterladen müssen. ReStory bietet eine Plattform, auf der die Restaurants ihre Neuheiten, Rabatte und Menüs präsentieren und die NutzerInnen die für sie passende Wahl treffen können.

Einfach gefiltert

Wer bereits eine Idee davon hat, worauf er oder sie Lust hat, wird seine Essenspräferenz im Suchfeld als Stichwort eingeben können. Mit Filtern wie «Vegan», «Halal» oder «Glutenfrei» beschränkt die App die Suche auf Restaurants mit Gerichten, welche die gewünschten Kriterien erfüllen.

Schluss mit gestellten Essensbildern 

Wie bei Instagram-Stories werden Bilder vom Essen im Restaurant aufgenommen und in der ReStory-App hochgeladen können, jedoch nur ohne Filter oder Bearbeitungen. «Mit unseren Stories wird die Aktualität und Authentizität für Gäste weiter gefördert», sagt der Zuger.

Weniger Qual, mehr Wahl

Die Stories in ReStory sollen den NutzerInnen die Entscheidung, wo sie essen möchten, erleichtern. Trachsel spricht aus eigener Erfahrung: «Ich denke, jeder weiss hin und wieder nicht, was er essen will.» Obwohl es in «seiner» Stadt Zug viele verschiedene Restaurants gibt, besuche sein Freundeskreis aus Gewohnheit immer dieselben.

Anfang 2022 soll die Plattform lanciert werden und zuerst die Region Zug abdecken, erzählt er. So wolle das Team zu Beginn herausfinden, ob seine Idee im heimischen Kanton auf Anklang stösst. Danach soll die Reichweite des Apps schrittweise auf die Deutschschweiz und später auf das ganze Land ausweiten. Ihr Traum sei es, ReStory auch in anderen Ländern einzuführen, doch das sei noch Zukunftsmusik, so der junge und ehrgeizige Zuger. Bis zum offiziellen Start bietet das Team über seinen Instagram-Kanal restory_zug Einblicke in die Zuger Restaurant-Szene und präsentiert News wie Rabatte und Events in der Instagram-Story.

Und täglich grüsst der Feldpöstler

Soldat Simon Hungerbühler bei seiner täglichen Arbeit als Feldpöstler. Er war unter Anderem Zuständig für das Spitalbataillon 5

Was arbeitest du im Zivilen und was ist deine jetzige Funktion im Militär?
Im Zivilen bin ich Landwirt mit eigenem Betrieb. Ich befinde mich momentan in der RS und bin Feldpöstler.

In wie fern ist der Corona 20 Einsatz für dich speziell?
Das speziellste war natürlich, dass wir am Anfang für einige Wochen nicht nach Hause durften. Auf meine Arbeit im Militär bezogen gab es viel mehr Pakete als sonst. In sechs Wochen hatten wir fast so viele Pakete wie in einem Jahr.

Was ist dein Highlight bis jetzt und wo war dein Tiefpunkt?
Ich habe die Auszeichnung zum besten Rekruten der Kaserne Emmen erhalten, darauf bin ich schon ein bischen stolz. Der Tiefpunkt war sicher die Zeit in der wir nicht nach Hause konnten, und unsere Familie und Freunde nicht sehen konnten.

Gibt es Dinge, die du aus dem Einsatz mit in das zivile Leben nehmen kannst?
Mein Respekt von den Postboten ist sicher gestiegen, es erfordert viel kraft und disziplin die Pakete und Briefe rechtzeitig und zuverlässig auszutragen, besonders in diesen Zeiten. Auch nehme ich Wissen in der Planung und im Zeitmanagement mit, das ich auch auf dem eigenen Landwirtschaftsbetrieb einsetzen kann.

Welche Geschichte dieses Einsatzes erzählst du später deinen Enkelkindern?
Das es im allgemeinen eine interessante Zeit war und ich viele neue Leute kennengelernt habe. Der ganze Einsatz war und ist eine spezielle Erfahrung.